RaspberryPi Raspbian konfigurieren - Teil 4



Montag 11 Mai 2015 von Trixter Tutorial RaspberryPi keine Kommentare

Im vierten Teil der RaspberryPi-Tutorial Reihe werden wir die Anzeigeoptionen feintunen, das System updaten und Raspbian konfigurieren, sowie evtl. Fehler (falls sie denn auftreten sollten) beheben. Nach dieser Lektion haben wir den "groben" Teil dieser Reihe abgehandelt und jeder von euch sollte ein laufendes und optimal konfiguriertes Raspbian-Betriebssystem vor sich haben - in Zukunft folgen dann Tutorials, die thematisch speziell bestimmte Themen behandeln...

Hinweis

Da ja jeder von euch unterschiedliche RaspberryPi´s oder andere Hardware gekauft hat, bzw. betreibt, ist es natürlich unmöglich an dieser Stelle auf jede Feinheit einzugehen. Manche Beschreibungen unterscheiden sich je nach Modell und müssen nicht für euren Raspi gelten - ich werde versuchen, alle wichtigen Punkte für alle Modelle aufzuzeigen, kann es aber nicht garantieren, daß es sich bei dir nicht doch anders verhält. Die nachfolgenden Tutorials haben einen RaspberryPi 2 B als Grundlage - falls ihr Fragen oder Probleme mit euren Modellen haben solltet - im Neme findet ihr einen eigenen RaspberryPi-Forenbereich, wo ihr euer Anliegen gerne posten dürft.

Der Start

Nachdem wir im letzten Tutorial die Raspi-TV-Ausgabe eingestellt und nun eine Bildausgabe auf unserem Fernseher haben, wird es Zeit das Betriebssystem Raspbian zu starten. Bootloaderuser wählen das zu bootende System beim Einschalten entweder selber mit der Maus aus oder warten 10 Sekunden, da es dann automatisch startet (falls es alleiniges System auf der Karte ist, bzw. als Standardsystem bei mehreren Systemen eingestellt wurde). User die ohne Bootloader Raspbian aufgespielt haben, brauchen nur abzuwarten bis es gebootet wurde.

Jetzt kommt es drauf an, was ihr auf eurem Bildschirm seht. Erscheint das Einlogg-Prompt (raspberry login:_), wo ihr Username und Paßwort eintippen müßt - lest bitte hier weiter.

Erscheint das Configurationstool, werden wir es wieder verlassen! Warum? Aus zwei Gründen. Erstens möchte ich vorher noch die TV-Ausgabe feintunen, zweitens habe ich schon die Erfahrung gemacht, daß wenn man bestimmte Dinge nicht nach einer bestimmten Reihenfolge abhandelt (Stichwort Updates), sich das frische - noch gar nicht konfigurierte - System zerstören kann. Darum alles Schritt für Schritt.

Bewegt auf der Tastatur eure Pfeiltaste "nach rechts" zweimal, bis sie auf "Finish" steht (rot untermalt) und drückt die "ENTER"-Taste um das Config-Tool zu beenden. Sollte der Raspi neubooten wollen, laßt es zu - kommt ihr nur in den Eingabepromt (bzw. passiert nichts mehr, nachdem ihr die ENTER Taste gedrückt habt - Grund folgt ein paar Zeilen später), gebt ein (auch im Blindflug): "sudo reboot" - gefolgt von einem Druck auf die "ENTER"-Taste zur Bestätigung.

Jetzt rebootet das System - fängt also wieder von Vorne an - durchlauft abermals den Bootloader (wenn ihr einen habt) und laßt das System neu booten. Das ist absolut so gewollt... ihr seht jetzt viele Zeilen Text beim Booten auf dem Bildschirm (war beim ersten Mal zwar auch so, diesmal bleibt er aber stehen) und irgendwann steht ihr vor dem Einloggprompt.  Betrachte bitte deine Bildausgabe ganz genau - damit meine ich die Ränder. Bei analoger TV-Ausgabe wird gerne links und unten etwas vom Bild abgeschnitten. Links sollte zB. fast jede Zeile mit einem "[ ok ]" (Klammer auf) beginnen und unten sollte der Einloggprompt mit "raspberrypi login:_" sichtbar sein. Falls das der Fall sein sollte, lest bitte hier weiter. Sollte bei eurer Ausgabe Zeichen abgeschnitten oder die unterste Zeile nicht sichtbar sein (oder oben oder rechts was nicht stimmen), werden wir das Ganze jetzt so einrichten, daß es wieder paßt. Ich halte es für ungeheuer wichtig, zu sehen, was man auf dem Bildschirm vor sich hat oder so eintippt. Deswegen stellen wir das jetzt erst richtig ein, ehe wir uns gleich durch die Konfiguration im Blindflug quälen müssen!

Tippt im Blindflug ein: "pi" (ohne die "") - ENTER-Taste, "raspberry" - ENTER-Taste (beachtet daß evtl. die Tasten "z" und "y" vertauscht sind aufgrund der amerikanischen Tastaturbelegung), danach ein "sudo reboot" - ENTER Taste. Hinweis: sollte der Raspi nicht rebooten, hast du irgendwo einen Fehler gemacht (wenn man nichts sieht ist das auch kein Kunststück) - wiederhole die Eingabe von "pi" und "raspberry" solange, bis eine Menge Text auf dem Bildschirm erscheint - beginnend mit "Last login:". Das ist der Indikator dafür, daß der Einloggvorgang funktioniert hat - jetzt kannst du den Reboot-Befehl anwenden. Solltest du es nach ein paar Versuchen nicht hinbekommen, dann riskiere es - Ausnahmsweise - daß du den Raspi vom Strom trennst um den Neustart mit der Brechstange durchzuführen. 

Feintuning der Bildausgabe

Ihr ahnt es - um das Bild optimal einzustellen, müssen wir wieder den Weg mit/über die "config.txt" Datei gehen. Im letzten Tutorial bin ich auf diese Schritte näher eingegangen - folge ihnen, bis du die "config.txt" Datei editieren kannst. Jetzt kommt es darauf an, was bei dir nicht optimal paßt. Ist es der linke Rand, würde der einzutragende Befehl lauten:

overscan_left=48

Wobei die Zahl natürlich noch herausgefunden werden muss, da sie nicht allgemeingültig, sondern von eurem Fernseher abhängig ist - dh. diesen Schritt müßt ihr jetzt solange ausprobieren - Raspbian bis zum Einloggprompt booten lassen, die Ausgabe checken, kurz anmelden, rebooten, config.txt Datei editieren - bis es perfekt funktioniert bei euch! Übrigens funktionieren auch negative Werte (zB. -48). Das war die Einstellung für die linke Bildschirmseite, hier folgen die anderen:

overscan_right=30
overscan_top=15
overscan_bottom=25

(right=rechts; top=oben, bottom=unten - und natürlich handelt es sich bei den Werten um jene, die ich bei meinem Fernseher ermittelt habe und aktuell verwende - bitte paßt diese für euren TV entsprechend durch Ausprobieren und Testen optimal an!)

Wer generell ein Problem mit zu viel "schwarzen" Balken oben, unten, rechts und links hat, sollte einmal folgenden Code ausprobieren:

disable_overscan=1

Damit deaktiviert man die Overscanfunktion - diejenigen von euch, die BerryBoot nutzen, könnten diese schon bei dessen Einrichtung eingestellt haben...

Beachtet: beim Einloggprompt wird bei der Eingabe des Paßwortes nichts auf dem Bildschirm angezeigt! Das ist ein Linuxsicherheitsfeature und sollte euch nicht aus der Ruhe bringen. Wenn alles perfekt nach euren Wünschen angezeigt wird, bootet Raspbian wie schon gewohnt bis zum Einloggprompt.

Raspbian Configurationstool

Beim Einloggprompt gebt ihr bitte folgendes ein:

raspberry login: pi
Password: raspberry

(natürlich gebt ihr nur die Daten hinter dem Doppelpunkt an den entsprechenden Stellen ein, achtet darauf, alles klein einzugeben und auf das evtl. noch nicht eingestellte Tastaturlayout (y=z - somit gebt ihr - solange noch nicht auf ein deutsches Layout umgestellt wurde - "raspberrz" ein) - beachtet auch, daß die Eingabe beim Paßwort keine sichtbaren Zeichen auf dem Bildschirm anzeigt)

Es wäre ratsam zuerst Raspbian zu updaten und auf den neuesten Stand zu bringen - wer dies aber erst später machen will (etwa über WLAN) und nicht so viel Zeit hat (kann schon ne halbe Stunde dauern), kann das Risiko aber auf eigenem Wunsch tragen und folgenden Schritt überspringen - es muss ja nicht sein, daß es sich bei euch genauso verhält wie einst bei mir und das System zerschossen hat (RaspberryPi B-Modell). Lest den nachfolgende Part dann, bzw. handelt danach, wenn ihr bereit dazu seid und Zeit habt. Wer überspringen will, liest bitte hier weiter.

Alle anderen geben nacheinander (Eingaben immer mit der "ENTER"-Taste abschließen) folgende Codes ein: (wartet ab, bis ihr wieder die grüne Zeile mit dem blinkenden Cursor seht, ehe ihr den nächsten Befehl eingebt)

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get autoclean
sudo apt-get clean
sudo apt-get autoremove

Durch Eingabe dieser Befehle wird Raspbian auf den neusten Stand geupdatet, evtl. nicht mehr benötigte "Altlasten" entfernt, das System "aufgeräumt" und alle heruntergeladene "Installationspakete" (welche in meinen Augen nur unnötig Platz belegen, gelöscht - sollten sie irgendwann doch noch mal gebraucht werden, werden sie eh neu heruntergeladen) Merkt euch diese Codes auch für die Zukunft, denn in regelmäßigen Abständen (sagen wir 1x die Woche oder Monat) sollten sie wiederholt werden um das System auf dem neuesten Stand zu halten.

Dann gebt ihr diesen Code ein:

sudo raspi-config

Damit startet ihr das Konfigurationsprogramm. Navigiert über die Pfeiltasten der Tastatur und drückt die ENTER-Taste zur Bestätigung. Zur Sicherheit werden wir auch hier erstmal überprüfen, ob das Tool auf dem neusten Stand ist. Navigiert zu Punkt 8 (Advanced Options) und wählt den letzten Punkt "Update" aus. (WLAN User holen dies bitte manuell später noch nach, sobald WLAN eingerichtet wurde).

Ich gehe jetzt nicht auf alle Funktionen des Tools ein - aber auf die benötigten und wichtigen. Zu anderen gebe ich nur kurz eine Info zum Verwendungszweck - dies ist einfach nicht machbar auf alles einzugehen, da sich diese Dinge natürlich vom RaspiModell und Einsatzzweck unterscheidet - handelt bitte so, wie es für euch am Besten, bzw. von euch gewünscht und bezweckt ist.

  • Punkt 1 (Expand Filesystem) - nur für die interessant, die das System direkt auf die Karte installiert haben (nicht über Bootloader, da wird der verfügbare Platz unter den Systemen gerecht verteilt) und jetzt möchten, daß der gesamte Platz der SD-Karte für dieses System zur Verfügung steht
  • Punkt 2 (Change User Password) - ändert (wie schon vermutet) das Paßwort für das Benutzerkonto. Solange euer Pi nicht als Webserver fungiert oder dir das aktuelle Paßwort aufgrund seiner Länge nicht gefällt, gibt es keinen wirklichen Grund, das Standardpaßwort zu ändern - falls doch, hierüber kannst du es neu vergeben
  • Punkt 3 (Enable Boot to Desktop/Scratch) - hiermit kann man einstellen, ob der Raspi direkt in die grafische Benutzeroberfläche bootet (ohne Paßworteingabe) oder ob ihr dies manuell wie bisher über Benutzeranmeldung mit Paßworteingabe tun wollt. Beachtet - Scratch ist eine Programmierumgebung und hat nichts mit dem Betriebssystem zu tun! Somit wäre die richtige Wahl "Desktop Log in as user ´pi´at the graphical desktop", wer sein Betriebssystem direkt starten lassen will - dies kann später auch wieder über diese Funktion geändert werden
  • Punkt 4 (Internationalisations Options) - hierüber stellt man seine lokalen Einstellungen wie Sprache, Tastaturlayout und Zeitzone ein. User die via Noobs schon auf Deutsch umgestellt haben, sollten zur Sicherheit dennoch alle Punkte durchgehen und checken - zumal auch andere Funktionen darüber erreichbar sind - etwa durch einen bestimmte "Klammeraffengriff" die grafische Oberfläche bei einem Hänger zu verlassen. Bei der Spracheinstellung (Change Locale) wird eine Sprache hinzugefügt oder abgewählt über die "SPACE"-Taste. Als Deutsche Einstellung solltet ihr "de_DE.UTF-8 UTF-8" nehmen. Achtet auch darauf, daß ihr die voreingestellte Englische Sprache herausnehmen solltet - scrollt also die Liste mal durch und schaut, ob alles paßt. Um die Funktionen unterhalb des Fensters zu erreichen - "Ok" & "Abbrechen"-  müßt ihr die "TABULATOR"-Taste drücken! Im nächsten Fenster wählt man erneut seine Sprache (ist jetzt nur noch eine da, unsere - werden bei dir noch andere angezeigt, ist beim Auswählen im Fenster zuvor irgendwo noch eine andere Sprache aktiviert - korrigier das oder wenn es dich nicht stört und die Deutsche ebenfalls vorhanden ist, wähle diese jetzt aus) Bei der Zeitzoneneinstellung (Change Timezone) wählt ihr Europe und danach Berlin aus. Bei der Einstellung zum Tastaturlayout (Change Keyboard Layout) wählst du die "Generische PC-Tastatur mit 105 Tasten (Intl)" aus, dann die Sprache Deutsch (ohne Zusätze, meist der erste Punkt in der Liste), dann legst du die Taste fest, die als "AltGr" fungieren soll (bei mir ist die mit "Alt rechts (AltGr) eingestellt), dann die Compose-Taste (bei mir "Windows-Taste links") dann die Funktion mit dem "Klammeraffen" "Strg+Alt+Zurück" um die grafische Oberfläche zu terminieren
  • Punkt 5 (Enable Camera) ist für das Kameramodul (Extra) zur Aktivierung nötig
  • Punkt 6 (Add to Rastrack) - wer seinen Standort auf einer Webseite eintragen lassen will - zB. um Kontakt zu Raspi-Usern aus seiner Nähe herzustellen, kann dies über diese Funktion tun (brauch ich nicht, mach ich nicht)
  • Punkt 7 - (Overclock) - diese Einstellung ist zum Übertakten gedacht. Nach einem Warnhinweisscreen erscheinen die Übertaktungsoptionen. RPi 1 User gehen maximal auf Modus Medium (900MHz), Modus High verändert die Stromspannung, was zur Folge hat, daß der SD Kartenleser nicht mehr funktioniert und man das Ganze nur via Betriebssystem über USB-Stick nutzen kann... die 50 MHz mehr machen den Hasen jetzt auch nicht fetter, bzw. flotter, als daß sich dieser eingreifende Schritt wirklich lohnen würde. RPI 2 User können (mit der neuesten Version des Configtools) jetzt auch problemlos auf 1GHz übertakten (ohne Spannungsveränderung) - aber wirklich nötig ist es (meiner Meinung nach) nicht - ich bin bislang noch nirgendwo an irgendwelche Grenzen gestoßen, die eine Übertaktung um 100 MHz nötig machen würde - aber es ist gut zu wissen, daß man noch etwas Potential hat, wenn man es denn bräuchte
  • Punkt 8 (Advanced Options) - hier kann man noch einige weitere Funktionen einstellen. ZB. könnte man auch hierüber die Overscanfunktion ein oder ausschalten (nur für analog TV´s interessant),  einen Hostnamen vergeben (der Name des Pi´s in einem Netzwerk), den CPU und GPU Speicher verteilen (Memory Split - interessant für Emu/Spielenutzer, darauf gehe ich in späteren Tutorials noch näher ein), SSH aktivieren (sozusagen die Fernsteuerung über´s Netzwerk - auch darüber wird es in einem späteren Tutorial nähere Infos geben) - die Optionen für "Device Tree", "SPI", "I2C" und "Serial" sind nur was für Linuxprofis/entwickler (laßt die Finger davon, da man hier Einstellungen für den Kernel anpassen kann, die einen normalen User nicht interessieren, bzw. man entsprechende Auslesehardware braucht und sich damit wunderbar sein System zerschießen kann), über "Audio" kann man die Ausgabe auf nur eine Methode erzwingen (HDMI, Klinke - nur interessant, wenn ihr später keinen Ton hören solltet) und Update haben wir ja schon gemacht und sollte daher schon bekannt sein
  • Punkt 9 (about raspi-config) spuckt einen Infotext zum Tool selber aus - uninteressant

Richtet euer System nach euren Wünschen und Bedürfnissen ein (wenn sich diese irgendwann ändern sollten, läßt sich alles bequem mit dem Tool wieder anpassen - kein Thema) - beendet das Tool über "Finish", laßt den Raspi neu booten (über das Tool, wenn es dies euch anbieten sollte oder über den Befehl "sudo reboot") und bootet das Ganze neu, damit die Änderungen auch aktiv werden.

Die Raspbianoberfläche (GUI)

Habt ihr das Tool so eingestellt, daß es in eure Betriebssystemoberfläche booten soll, erscheint der Desktop auf dem Bildschirm - tippt ihr lieber so wie zuvor manuell, loggt euch ein und benutzt diesen Befehl um die Oberfläche zu starten:

startx

Mit ziemlicher Sicherheit wird euch eine Fehlermeldung begrüßen (bei den RPi 2ern ist das so, da sich dort im Betriebssystem schon Softwareelemente eines neuen Internetbrowsers befinden, der gerade entwickelt wird, bei RPi 1ser weiß ich es nicht genau, da mir beim Updaten noch nichts aufgefallen ist - wahrscheinlich macht sich das aber erst dann bemerkbar, wenn man das Image komplett frisch aus dem Netz holt, anstelle zu updaten) Wie auch immer... erhaltet ihr eine Fehlermeldung ala "GDBus.Error.org.freedesktop.PolicyKit1.Error.Failed: Cannot determine user of subject", klickt auf ok. Und so werdet ihr den Spaß los - ohne bei jedem Start von Raspbian davon genervt zu werden:

In der Startleiste (oben oder unten, kann man einstellen indem man mit der rechten Maustaste auf die Leiste klickt - zB. an einer freien Stelle zwischen Icons und Prozessorleistungsmonitor/Uhr, dann auf die Panel-Einstellungen (mit linker Maustaste) klickt und dann die Position des Randes festlegt. Ist sie zB. unten platziert und die Symbole werden "abgeschnitten" dargestellt, kann man in der selben Einstellung unter Größe und Höhe, diese nach seinen Wünschen anpassen - kleiner Tip) klickt man auf das Symbol mit dem Monitor (LXTerminal) und tippt ein:

lxsession-edit

Im nun geöffneten Fenster entfernt man das Häkchen bei "LXPolKit" und klickt auf Ok. Danach kann man das Terminalfenster ebenfalls schließen. Ab sofort wird dieser Fehler beim Starten der GUI nicht mehr erscheinen - allerdings können beim Booten gelbe Warnhinweise diesbezüglich auftauchen. Ignoriert diese - es macht keinen Sinn, diese herauszufummeln, wenn in irgendwelchen zukünftigen Updates der fertige Browser erscheint und man sie dann wieder reinfummeln müßte, damit dieser funktioniert. Hier das mit dem Häkchen wieder reinzumachen ist kein großer Akt. Dieses Terminal ist übrigens nichts anderes als die Login-Oberfläche, wo wir im Laufe des Tutorials Befehle eingegeben, Programme gestartet und die Updates durchgeführt haben - soll heißen, diese Befehle sind auch im Terminal im Desktop gültig.

Wer jetzt sein WLAN aktivieren möchte, kann dies über den Menu-Button, Einstellungen, WiFi Configuration tun - denkt daran, die neuesten Updates einzuspielen.

Wer das System ausschalten möchte (bitte immer herunterfahren über die Funktion per Knopf oder Befehl - einfach den Strom entfernen kann die Speicherkarte beschädigen, bzw. das Filesystem darauf), kann dies über den Menu-Button, Shutdown, Shutdown tun. Reboot würde das System rebooten lassen, mit Logout kommt man zurück in die Bash - also die Ebene, wo man Befehle eintippt, wie hier im Terminal. Der Befehl zum Ausschalten dort lautet: sudo halt

Das System fährt herunter.. irgendwann wird auf dem Fernseher nichts mehr angezeigt - schaut auf die Aktivitäts-LED (neben der dauerhaft leuchtenden Betriebs-LED) - flackert diese nicht mehr auf, könnt ihr den Strom entfernen.

Abschließende Worte

Jetzt sollte euer Raspbian schonmal grundsätzlich einsatzfähig für eure zukünftigen Vorhaben sein. Ihr wißt, wie man es startet, richtig beendet, wie man die Configuration grob und fein einstellt (Tool, config.txt), Updates macht usw. Ich werde sporadisch weitere Tutorials folgen lassen, die sich mit speziellen Themen (wie zu diversen Einstellungen) befassen - halt jene die sich a) durch meinen Kurs und b) durch meine eigenen Benutzungserfahrungen ergeben. Aber ich möchte auch allen anderen helfend zur Seite stehen. Hast du Fragen oder Probleme mit irgendwas, lass es mich wissen oder schreibe im Forum mal einen Beitrag dazu - evtl. greife ich diese Thematik dann in einem der zukünftigen Tutorials auf (unabhängig davon, wie schnell dir im Forum oder den Kommentaren geholfen wird).

Für alle, die sich weiter mit den Befehlen der config.txt Datei beschäftigen möchten - hier ist eine genaue Auflistung aller Befehle (in engl.).

Viel Spaß mit deinem neuen System!

Schlagworte : RaspberryPi, Tutorial

Trixter
Administration Nemesiz v4 Projekt
Aufgaben im Nemesiz: Administrator, Autor & Moderator, Übersetzung & Bugfixing
Freier Redakteur bei Special Interest Magazinen & Online-Blogs
Retro & Emulation, Alternative Computersysteme, Schwerpunkt: Spiele

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