Im Test: Wii – Ladestation Blue Light Charge Station



Donnerstag 09 September 2010 von Trixter Konsole, Konsolen Test keine Kommentare

Ladestationen für die Wii Remote (Fernbedienung/Controller) klingen anfangs ja nach einer ganz praktischen Angelegenheit – schließlich erspart man sich den ständigen Neukauf von Batterien, das fummelige Entfernen der Silikonschutzhülle samt Batteriefachdeckel und läuft keine Gefahr, eine Spielsession aufgrund von leerer Batterien erst gar nicht starten zu können!


So gesehen also eine geldsparende und nützliche Sache – genau das dachte ich mir auch und legte mir eine solche Ladestation zu. Auf irgendwelche Marken legte ich keinen großen Wert (hatte ja zu dem Zeitpunkt eh keine Vergleiche), deshalb verließ ich mich einfach auf den Shop, wo ich gerade noch andere Teile einkaufte und auf den Preis – für rund 15 Euro kann man ja nicht viel verkehrt machen, oder?

Geliefert wurde mir dann eine Dual (Doppel, also für 2 Remotes gleichzeitig) Ladestation samt Akkus und neue Batteriefachdeckel, plus USB-Kabel (für die Stromversorgung). Warum sich das Dingen Blue Light nannte, wurde mir dann später auch schnell klar, als ich zum ersten Mal die Stromverbindung herstellte - das Teil erstrahlt auch beim “Nichtstun” ständig ringsrum in einem blauen Dauerlicht, aber dazu später mehr.


Der “Zusammenbau” ging völlig problemlos und einfach von der Hand. Die Station wird quasi nur mit dem USB Stromkabel angeschlossen und in der Nähe eines USB Ports hingestellt – anfangs war das bei mir die Wii Konsole selber, die die Station mit Strom versorgt – allerdings war diese Methode sehr unpraktisch, da die Konsole ständig eingeschaltet sein mußt um die Akkus zu laden (wenn auch nur im Standby). Nach einigen Infos, über die ich im Netz stolperte, scheint es auch nicht gerade ungefährlich zu sein, diese Methode zu verwenden, da das UBS-Gerät wohl mehr Strom zieht (vor allem im Standby-Modus), als es dem Netzteil der Wii recht ist und dieses daher schneller “verbraucht” und eher den Geist aufgeben soll. (das habe und wollte ich nicht extra testen, daher sind diese Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit zu verstehen) – ich entschloss mich daher, einen Adapter zu kaufen (rund 4 Euro) womit man USB-Geräte an einer normalen Steckdose laden kann – sicher ist eben sicher…


Bei den Wii Remotes sind umfassendere Änderungen notwendig um diese für die Ladestation vorzubereiten. Der alte Batteriefachdeckel wird komplett entfernt und gegen einen mit Kontakten getauscht. Das Einsetzen der Akkus ging mit etwas Druck auf die oberen Kontakte ebenfalls leicht von der Hand. Danach wird das Ganze zum Erstladen für mehrere Stunden auf die Station gestellt und fertig.


So jedenfalls sagt es die komische Anleitung, welche auf der Rückseite der Verpackung abgedruckt wurde – auf weitere Einzelheiten geht sie leider nicht ein, sodaß man anfangs echt raten muss, was die einzelnen (jedes Ladefach hat separat eigene) unterschiedlich farbigen LED-blink und leuchtanzeigen überhaupt bedeuten. Mittlerweile ist man schlauer – blinkendes rotes Licht signalisiert den Ladevorgang, während dauerhaft blaues den fertigen Ladevorgang anzeigt. Okay… soweit so gut… störend fand ich sofort dieses blaue Dauerlicht, welches immer vorhanden ist, sobald die Station mit Strom versorgt wird (soll wohl sowas wie die Power-LED darstellen) – steht das Ganze in der Nähe der Wii, kann es schon sehr störend sein, wenn man das im Sichtfeld vor dem Fernseher hat. Ganz extrem wird es aber, wenn die großen Lade-LED´s auch noch anfangen zu blinken… warum diese nicht kleiner sind und die komplette Ladeschale umfassen, weiß wohl nur der Hersteller – in einem etwas dunkleren Raum, bemerkt man das Blinken überall, egal wo die Station auch stehen mag – daher das Teil am Besten komplett aus dem Raum verbannen!


Die Verarbeitung geht durchaus in Ordnung, die Wii Remotes haben einen sicheren und stabilen Stand, rutschen oder fallen nicht einfach raus – die Kontakte funktionieren ebenfalls auf Anhieb und nett ist, daß man der Station einen separaten Ein/Aus Schalter spendiert hat – so kann man hier (im Betrieb mit der Konsole) den Strom unterbrechen, also das Gerät bei Nichtgebrauch abschalten, ohne jedes Mal Stecker ziehen zu müssen.


Sollte man eine dieser Silikonhüllen mit der Remote verwenden, so muss diese nicht komplett entfernt werden – zur Hälfte hochklappen reicht. Ebenfalls gut ist, daß man die Handschlaufe nicht extra entfernen muss – es ist genügend Abstand nach unten vorhanden um diese aus der Station herauszuführen. 

Kommen wir wieder zum Praktischen zurück – die Remotes wurden über Nacht komplett aufgeladen und müssen sich jetzt dem ersten Langzeittest unterziehen. Versprochen wird eine Akkulaufzeit von 30 Stunden - bei einer Akkuleistung von jeweils 2800 mAh kann man schon einiges erwarten – Konkurrenzprodukte (über die ich mich aus Interesse später informierte) kommen erst gar nicht über 2000 mHa. Klingt doch schonmal vielversprechend…


Leider sieht die Praxis ganz anders aus…

Nach wenigen Minuten schon (Konsole starten, im Menü ein Spiel auswählen, starten, Batteriestand prüfen) war ein Balken der Batterieanzeige futsch. Nach ca. 10 Minuten spielen schon der zweite – Batteriewarnungen (Batterie wird leer) nach ca. 20 Minuten – und nach 30 Minuten war Schicht im Schacht – leer! Die zweite Wii-Remote verhielt sich ebenfalls so… hm… ist mir ein Fehler beim Laden unterlaufen? Immerhin sollte man die erste Ladung über 12 Stunden vollziehen… also wieder auf die Station damit und im Auge behalten… nach ganzen 15 Minuten erloschen die Ladeanzeigen (eine nach der anderen mit ein paar Sekunden Unterschied) und zeigten vollständig geladen an!

Kurze Rücksprache mit dem Händler ergab – daß ich wohl nicht der Einzige mit diesen Problemen bin – Umtausch gegen eine andere, neue Station von einem anderen Hersteller wurde problemlos vollzogen – über einen Test der “neuen” dürft ihr ebenfalls gespannt sein – dieser folgt in Kürze in dieser Rubrik.

Fassen wir kurz zusammen:

Blue Light Charge Station der Firma Pega (kann auch unter anderem Namen verkauft werden)

Positiv:
+ solide Verarbeitung der Station selbst
+ kein Entfernen der Silikonschutzhülle oder Handschlaufe beim Laden erforderlich
+ superstarke Akkuwerte von 2800 mHa (auch wenn diese nicht erreicht werden, aber immerhin der Gedanke zählt)
+ Schalter zum Ein und Ausschalten

Negativ:
+ nerviges Geblinke, störendes Dauerlicht
+ Akkus sind von extrem mieser Qualität – halten höchstens 30 Minuten!

Insgesamt gesehen ist diese Station aufgrund ihrer schlechten/defekten Akkus durch diesen Test durchgefallen und aufgrund dessen, daß dies scheinbar kein Einzelfall ist, kann man  nur dringlichst davon abraten diese Schrottware zu kaufen!

Schlagworte : Konsole, Test

Trixter
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